Humanisten gegen “Monopol” des Religionsunterrichts
5. September 2008 | Von admin | Kategorien: NachrichtenDer Humanistische Verband Deutschland e.V. (HVD) strebt die völlige Gleichstellung des Schulfachs “Humanistische Lebenskunde” mit dem Religionsunterricht an. Das berichtet idea.de unter Berufung auf den Grundsatzreferent in der Berliner Kirchenleitung, Pfarrer Andreas Fincke.
Er verweist auf eine HVD-Erklärung, wonach das „Monopol“ der Kirchen auf einen bekenntnisgebundenen Unterricht an öffentlichen Schulen nicht mehr zeitgemäß sei. Deshalb setze sich der HVD auch für einen islamischen Religionsunterricht ein, was laut Fincke einen „erstaunlichen Kurswechsel“ des ursprünglich freidenkerischen Verbandes bedeute. Im Fach „Humanistische Lebenskunde“ sollen Schüler ermutigt werden, über sich und die Welt nachzudenken, sich ihrer Verantwortung für ihr Leben bewusst zu werden und Standpunkte aus nichtreligiöser Sicht zu entwickeln. Sie sollten lernen, ihrem Leben einen Sinn zu geben, und Verantwortung und Toleranz einüben. Mit Hilfe der Wissenschaften könne moralisches Verhalten erkannt werden.
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