Brücken bauen durch Begegnung – in einem Kindergarten?
27. Juni 2007 | Von admin | Kategorien: NachrichtenBislang gibt es in Hannover keinen Kindergarten, der die Lebenswelt und die Alltagssituationen muslimischer Kinder genügend berücksichtigt. Aber es gibt eine Menge Mütter und Väter, die ihr Kind gern in einer Einrichtung unterbringen würden, in der die Befindlichkeiten und Lebenserfahrungen muslimischer Kinder besser wahrgenommen und wertgeschätzt werden.
Da sie aber nur selten eine Einrichtung finden, in der sie sich verstanden und aufgenommen fühlen – und nicht nur als „Gast“ -, zögern sie, ihr Kind in einen Kindergarten zu geben.
Damit nehmen sie allerdings ihrem Kind nicht nur die Chance, früher und damit besser Deutsch zu sprechen – und sich damit gut auf die Schule vorzubereiten -, sondern sie nehmen ihm auch einen wichtigen Lern- und Lebensort außerhalb der eigenen vier Wände.
Wir sind Eltern, die deshalb mittels einer Elterninitiative einen Kindergarten gründen möchten, in dem sich auch Familien mit einem muslimischen Hintergrund wohlfühlen.
Der Schwerpunkt unseres pädagogischen Konzeptes soll auf einer interreligiösen / interkulturellen Erziehung einerseits und andererseits auf einer Sprachförderung liegen, die sich an Kinder und Eltern richtet. Dabei soll der Kindergarten offen für Kinder aller Religionen sein. Das Miterleben der Gepflogenheiten und Feste des Anderen, das gemeinsame Entdecken des Fremden und Gemeinsamen soll die Kinder dazu befähigen, zukünftig mit der Herausforderung verschiedener religiöser und kultureller Pluralität in unserer Gesellschaft umgehen zu können.
Die für viele muslimische Familien wichtigen Rahmenbedingungen ihrer Religion sollen dabei ihre Berücksichtigung finden.
Wer genau dieses Problem kennt, sich angesprochen fühlt und mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen, sich unter folgender email zu melden:
kinderlachen1@web.de